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Druck auf regionalen Markt und Preise wächst

Derzeit wird unser Markt regelrecht geflutet von gepanschten Importhonigen. Fast jedes 2. Glas Honig ist laut EU-Kommissionsbericht mit billigem Zuckersirup gestreckt und erzeugt damit ein falsches Preisbild von Honig. Gleichzeitig kommen weitere Faktoren hinzu, die uns deutschen Imkern den internationalen Wettbewerb mittlerweile fast unmöglich machen:

  • die Zollfreiheit durch Freihandelsabkommen für Importhonige, v. a. aus Asien und Südamerika – damit fallen 17 % Zoll für mehrere zehntausend Tonnen Honig pro Jahr weg,
  • die akute Produktionskostensteigerung um 30 bis 40 % der letzten 2 Jahre, z. B. für Zucker als Winterfutter, für Benzin, Heizung, Strom oder Gläser,
  • die fehlende landwirtschaftliche Förderung, Berufsimker zählen zu den Landwirten, erhalten aber keine Subvention,
  • der Umsatzrückgang in 2023 zwischen 20 % bis 40 %.

Die Verbraucher sind offensichtlich nicht in der Lage, noch höhere Kosten für regional produzierten Honig zu bezahlen. Dass sie mit den billigeren Produkten aus dem Ausland eventuell kein reines, hochqualitatives Produkt bekommen und viele Honige gepanscht sind, ist aber mittlerweile beim Verbraucher angekommen.